Grünlandzentrum
Niedersachsen/Bremen

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Landwirtschaftliches Kooperationsprojekt zur Reduzierung der Direkteinträge in die Küstengewässer über Entwässerungssysteme

Die Struktur der europäischen Gewässer befindet sich schon seit mehr als 15 Jahren im Wandel. Die zuletzt im Juli 2008 in Kraft getretene Europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL 2008/56/EG) setzt sich insbesondere den Schutz und Erhalt der Meeresumwelt zum Ziel. Damit sind die EU-Mitgliedsstaaten aufgefordert, eine Verschlechterung des Zustands der Meeresumwelt zu vermeiden, geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen, die Artenvielfalt und menschliche Gesundheit zu erhalten sowie eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen durch künftige Generationen zu ermöglichen. Durch entsprechende Maßnahmen soll bis 2020 der gute ökologiscge Zustand der Meeresumwelt erreicht oder erhalten werden.

Eines der anerkannt größten Probleme bei der Zielerreichung des guten Zustands nach MSRL ist die Eutrophierung der Küstengewässer. Die Anreicherung von Nährstoffen stellt die Hauptbelastung der Biotoptypen in der Nordsee dar. Neben den hohen Nährstoff-Einträgen über die Flussfrachten, müssen die Direkteinträge in die Küstengewässer über die küstennahen Entwässerungssysteme weiterhin minimiert werden. Im Jahr 2005 stammten ca. 75% der Gesamtstickstoffeinträge und 50% der Phosphoreinträge aus der Landwirtschaft (BLANO, 2012).

Bisherige gewässerschutzorientierte Beratungsstrukturen mit Zielgruppe Landwirtschaft sehen sich derzeit unter dem dort immer größer werdenden ökonomischen Druck an den Grenzen der Freiwilligkeit. Reine Beratungsmodelle, wenn auch mit Beteiligung der anerkannten Fachbehörden, greifen ggf. die spezifischen Randbedingungen der Standorte (Grünland, Moor, etc.) und deren betriebswirtschaftliche Zwangspunkte nicht hinreichend auf.

Zur Entwicklung von Konzepten für die Umsetzung der operativen Ziele ist es daher beabsichtigt, alternative Wege der Kooperation zu gehen. Im Vordergrund stehen in diesem Zusammenhang nicht die Erarbeitung und Erforschung neuer Ansätze sondern die Kooperation zwischen den Akteuren und die Verbesserung der Kommunikation der vorhandenen Ansätze. Für die konzeptionelle Entwicklung eines Kooperationsprojektes des Grünlandzentrums mit dem Auftraggeber NLWKN ist es zunächst beabsichtigt, eine Vorstudie zu erstellen und so der Funktion als Vermittler zwischen konkurrierenden Nutzungsansprüchen auf Grünlandstandorten gerecht zu werden.

Ansprechpartner:
Mathias Paech
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Im Zuge des Projektes findet eine Befragung statt. Den Fragebogen finden Sie hier: Fragebogen