Vortrag 1: Vorstellung Grünlandzentrum von Arno Krause

Vortrag 2: Projektvorstellung von Mathias Paech

Vortrag 3: Beispiele Biotopverbund von Rainer Buchwald

Vortrag 4: Vorstellung MEDIATE - von Marcus Polaschegg

Vortrag 5: Vorstellung BlütenMeer2020 von Christian Dolnik

 

Die Presse schreibt über die Auftaktveranstaltung:

Biotopverbund: Neues Projekt am Grünlandzentrum

Auftaktveranstaltung 1 in Rastede

Rastede Auftaktveranstaltung Biotopverbund Grasland (v.l.): Marcus Polaschegg (LWK Niedersachsen), Mathias Paech (Grünlandzentrum), Dr. Karsten Padeken (Landvolk Wesermarsch), Dr. Arno Krause (Grünlandzentrum), Dr. Christian Dolnik (Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein) und Prof. Rainer Buchwald (Universität Oldenburg). Foto: Edith Kahnt-Ralle, LAND und Forst

 

Der Rückgang von Vogelarten, Insekten- und Pflanzenarten wird nicht mehr länger nur beklagt und hingenommen. Nun sollen Taten folgen. Bereits seit 2002 wurde die Bedeutung von einem Biotopverbund für den Erhalt der Biodiversität im Bundesnaturschutzgesetz verankert. Für die Bundesländer wurde festgelegt, dass auf mindestens 10 % ihrer Landesfläche der Biotopverbund verbindlich umzusetzen ist.

Seit Juni 2017 bahnt sich nun die Verschärfung an, die zum Handeln zwingt:


Vor dem Hintergrund des Rückgangs bedrohter Arten durch die zunehmende Verinselung von Biotopen in landwirtschaftlich intensiv genutzten Räumen einerseits und dem starken Flächendruck auf landwirtschaftlich genutzte Parzellen andererseits soll das vorliegende Projekt neue Wege erarbeiten, um einen Biotopverbund im Offenland zu ermöglichen. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, im Sinne der Nationalen Biodiversitätsstrategie zur biologischen Vielfalt (NBS) den zunehmenden Artenverlust im Grasland/Grünland zu stoppen. Der Grünlandschutz gilt seit 2013 als prioritäres Handlungsfeld innerhalb der Naturschutz-Offensive 2020 seitens der Bundesregierung. Umgesetzt werden soll das Projekt in Kooperation mit Akteuren der Landwirtschaft, des Naturschutzes, der Wissenschaft und der zuständigen Behörden.

Im Projekt liegt der Fokus auf wertbestimmenden Artengruppen (Gefäßpflanzen, Tagfaltern und Heuschrecken), deren Vertreter teils nur geringe Ausbreitungstendenzen und –distanzen aufweisen. Für diese wird in ausgewählten Projektgebieten in den Landkreisen Wesermarsch, Ammerland und Oldenburg ein Biotopverbundkonzept erstellt. Dabei erfolgt zunächst eine Bestandsanalyse auf Grundlage bereits vorhandener Kerngebiete und Vernetzungselemente eines Grasland-Biotopverbundes (zumeist NSG, FFH-Gebiete, §30-Flächen), die in Form eines Geographischen Informationssystems (GIS) dargestellt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Qualität ausgewertet werden. Eine wissenschaftliche Analyse zum vorhandenen Kenntnisstand über die Ansprüche der Zielarten an ihren Lebensraum und –qualität sowie deren Mobilität und Ausbreitungsverhalten bildet die Arbeitsgrundlage, um die zu schließenden Lücken für den Biotopverbund sowohl quantitativ als auch qualitativ zu definieren. Begleitet von Öffentlichkeitsarbeit und Koordinationstreffen der beteiligten Akteure werden daraufhin die erforderlichen Flächen bzw. auch lineare Saumelemente wie z. B. Wegeseitenstreifen ausgewählt, die diesem Lückenschluss bestehender Grünlandflächen dienen können. In einer Akteursanalyse werden die Nutzer der Landschaft benannt, angesprochen und sensibilisiert, welche hinsichtlich Flächenbereitstellung und Flächenmanagement bei der Umsetzung des Biotopverbundes mitwirken sollten und können. Unter Einbindung aller Ansprüche an die Flächennutzung soll somit ein funktionaler Biotopverbund für ein bis zwei Projektgebiete je Landkreis initiiert und möglichst umfassend umgesetzt werden.

 

Projektleitung: Mathias Paech

 DBU LogoRGB